COVID-Guide: Online Triage Tool

Die eNotfallmedizin hatte seit Beginn der Pandemie als erste Organisation in der Schweiz ein webbasiertes Triage-Tool auf Basis der jeweils aktuellen BAG Guidelines als Entscheidungshilfe bezüglich Abklärungen auf COVID-19 online. Mit den aktuellen BAG-Guidelines und Ausweitung der Testkriterien haben wir das Triage-Tool weg von der Frage, ob ein Test sinnvoll ist, weiterentwickelt. Im aktuellen Verlauf der Pandemie stehen andere Fragen im Vordergrund, wie z.B. Wie gehe ich mit Symptomen um? Und wann und wo muss ich mich medizinisch weiter abklären lassen?


Die Initiative «Gemeinsam gegen Coronavirus»


Die Coronavirus-Pandemie hat gezeigt, wie schnell ein Gesundheitssystem an seine Grenzen kommen kann. Mit «Gemeinsam gegen Coronavirus» haben Organisationen und medizinische Experten aus der Schweiz, Deutschland und Italien über die Grenzen hinweg ein telemedizinisches Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen, das zur Entlastung des Gesundheitswesens beitragen kann: Mit dem COVID-Guide in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, stellen sie eine kostenlose WebApp zur Verfügung. Diese ermöglicht es allen, selber eine medizinische und epidemiologische Ersteinschätzung der Symptome einer möglichen Coronavirus-Erkrankung vorzunehmen. Die Idee zum COVID-Guide entstand durch internationalen medizinischen Erfahrungsaustausch. Das Ergebnis ist ein nach den europäischen Richtlinien für Medizinprodukte entwickeltes COVID-19 Triagesystem, das in der Lage ist, sowohl eine Ersteinschätzung abzugeben als auch Patientinnen und Patienten zu Hause zu begleiten und somit frühzeitig das Auftreten möglicher alarmierender Symptome zu erkennen. Die behördlichen Vorgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie können schnell ändern. Die medizinischen und epidemiologischen Inhalte der WebApp werden permanent aktualisiert.


www.covidguide.health

«Mit dem COVID-Guide steht eine medizinische Triage-Anwendung zur Verfügung, die mithilft, die richtigen Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu behandeln. Patientin und Patient können zusätzliche Sicherheit gewinnen über weitere Abklärungsschritte, und damit auch das Gesundheitssystem entlasten.», meint PD Dr. med. Thomas Sauter, Leiter Bildung, eHealth und Telenotfallmedizin des Universitären Notfallzentrums des Inselspitals Bern. Je nach Beschwerdebild sollen Patienten entweder in der Notaufnahme eines Spitals, beim Hausarzt oder zu Hause versorgt werden.